Jef Blume

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'''Jef Blume''' (* 31. Oktober 1912 in [http://de.wikipedia.org/wiki/Lügumkloster Norderlügum bei Lügumkloster]; † 19. Juni 1996 ebenda) war ein deutscher Lehrer und stellvertretender Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, der Dachorganisation der [[Deutsche Minderheit in Dänemark|deutschen Minderheit]] in [http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A4nemark Dänemark].  
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'''Jef Blume''' (* 31. Oktober 1912 in [http://de.wikipedia.org/wiki/Lügumkloster Norderlügum bei Lügumkloster]; † 19. Juni 1996 ebenda) war ein deutscher Lehrer und stellvertretender Hauptvorsitzender des [[Bund Deutscher Nordschleswiger|Bundes Deutscher Nordschleswiger]], der Dachorganisation der [[Deutsche Minderheit in Dänemark|deutschen Minderheit]] in [http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A4nemark Dänemark].  
== Leben und Beruf ==
== Leben und Beruf ==
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Jef Blume wuchs in Norderlügum auf. Nach dem Abitur studierte er Lehramt und wurde danach Leiter der Deutschen Schule in Seth. Von 1933 bis 1945 war er "Landesjugendführer" der Deutschen Jungenschaft Nordschleswig und er gehörte kleinen Politischen Rat, dem zentralen Führungsgremium an. 1945 wurde er als eine der führenden Persönlichkeiten während der nationalsozialistischen Periode der Deutschen Minderheit in [[Internierungslager Frøslev/Faarhus|Faarhus]] interniert und im Rahmen der [[Rechtsabrechnung]] mit ihren Gesetzen mit rückwirkender Kraft im sog. "Volksgruppenprozeß" 1948 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach seiner Haftentlassung wurde er Lehrer in Wimmersbüll, später Konrektor, blieb aber auf de Familienhof in Norderlügum wohnen. Von 1965 bis 1968 war er stellvertretender Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger.
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Jef Blume wuchs in Norderlügum auf. Nach dem Abitur studierte er Lehramt und wurde danach Leiter der Deutschen Schule in Seth. Von 1933 bis 1945 war er "Landesjugendführer" der Deutschen Jungenschaft Nordschleswig und er gehörte dem kleinen Politischen Rat, dem zentralen Führungsgremium, an. 1945 wurde er als eine der führenden Persönlichkeiten während der nationalsozialistischen Periode der Deutschen Minderheit in [[Internierungslager Frøslev/Faarhus|Faarhus]] interniert und im Rahmen der [[Rechtsabrechnung]] mit ihren Gesetzen mit rückwirkender Kraft im sog. "Volksgruppenprozess" 1948 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach seiner Haftentlassung wurde er Lehrer in Wimmersbüll, später Konrektor, blieb aber auf dem Familienhof in Norderlügum wohnen. Von 1965 bis 1968 war er stellvertretender Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger.
== Ehrenamtliche Tätigkeiten ==
== Ehrenamtliche Tätigkeiten ==
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== Quellen ==
== Quellen ==
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* ''Nekrolog in „Deutscher Volkskalender Nordschleswig“, Jahrgang 1962, S. 88
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* '' Nekrolog in [[Index Nachrufe Deutscher Volkskalender Nordschleswig|Deutscher Volkskalender für Nordschleswig]], 1962, S. 88
* [http://www.kasler-journal.dk/beret14akom14e.htm DET TYSKE MINDRETAL UNDER BESÆTTELSEN 1953]
* [http://www.kasler-journal.dk/beret14akom14e.htm DET TYSKE MINDRETAL UNDER BESÆTTELSEN 1953]

Aktuelle Version vom 10:35, 19. Apr. 2011

Jef Blume

Jef Blume (* 31. Oktober 1912 in Norderlügum bei Lügumkloster; † 19. Juni 1996 ebenda) war ein deutscher Lehrer und stellvertretender Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, der Dachorganisation der deutschen Minderheit in Dänemark.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Jef Blume wuchs in Norderlügum auf. Nach dem Abitur studierte er Lehramt und wurde danach Leiter der Deutschen Schule in Seth. Von 1933 bis 1945 war er "Landesjugendführer" der Deutschen Jungenschaft Nordschleswig und er gehörte dem kleinen Politischen Rat, dem zentralen Führungsgremium, an. 1945 wurde er als eine der führenden Persönlichkeiten während der nationalsozialistischen Periode der Deutschen Minderheit in Faarhus interniert und im Rahmen der Rechtsabrechnung mit ihren Gesetzen mit rückwirkender Kraft im sog. "Volksgruppenprozess" 1948 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach seiner Haftentlassung wurde er Lehrer in Wimmersbüll, später Konrektor, blieb aber auf dem Familienhof in Norderlügum wohnen. Von 1965 bis 1968 war er stellvertretender Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger.

Ehrenamtliche Tätigkeiten

  • Stellvertretender Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, 1965 bis 1968

Literatur

  • Ernst Siegfried Hansen, „Disteln am Wege“, Bielefeld-Bethel, 1957, Deutscher Heimat-Verlag
  • Harboe Kardel: Fünf Jahrzehnte meines Lebens, Apenrade, 1970, Schriften der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft für Nordschleswig, Heft 22
  • Ditlev Tamm, Retsopøret efter besættelsen, Kopenhagen, 1984, Jurist- og Økonomforbundets Folag

Quellen

Persönliche Werkzeuge